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Mo., 11.01. – 16:00 – Vollversammlung der Tarifinitiative der stud. Beschäftigten an der Fakultät EPB

05. Januar 2010 admin Keine Kommentare

An der Uni Hamburg ist Ende vergangenen Jahres eine Initiative studentischer Beschäftigter gegründet worden, die sich für bessere Arbeitsbedingungen einsetzen will. In diesem Zusammenhang hatten bereits im vergangenen Jahr Vollversammlungen studentischer Beschäftigter an den Fakultäten Mathematik-Informatik-Naturwissenschaften (MIN) und Geisteswissenschaften stattgefunden.

Am kommenden Montag, den 11.01. findet nun um 16 Uhr eine VOLLVERSAMMLUNG DER  STUDENTISCHEN BESCHÄFTIGTEN IN DER FAKULTÄT EPB im Hörsaal ESA K statt.

Worum geht es?

Es gibt derzeit keinen Tarifvertrag für an Universitäten und Fachhochschulen tätige Studierende. Vielmehr existiert eine Vielzahl von Beschäftigungsarten auf Grundlage unterschiedlichster Verträge – z.B. Tutorenverträge mit verschiedenen Stunden- und Vergütungssätzen, wissenschaftsnahe Verwaltungstätigkeiten, Hilfskraftstellen sowie studentische Angestelltenverhältnisse.

In den meisten Verträgen ist weder die Rede von Urlaub, Lohnfortzahlung im Krankheitsfall und dergleichen. Auch eine Personalvertretung gibt es nicht! Im regulären öffentlichen Dienst wäre dies undenkbar.

Das Gegenbeispiel dafür ist Berlin. Berlin ist nicht Mitglied der Tarifgemeinschaft der Länder und damit nicht der sogenannten TdL (Tarifgemeinschaft deutscher Länder)-Richtlinie unterworfen. Nach einem massive Streik der Tutor_innen konnte dort die geplante Verschlechterung der Arbeitsbedingungen abgewendet und ein Tarifvertrag für studentische Beschäftigte an den Berliner Hochschulen durchgesetzt werden.

Dieser beeinhaltet mittlerweile u.a.:

  • einen Stundenlohn von 10,98 € (inkl. 0,13€ Urlaubsgeld)
  • Lohnfortzahlung im Krankheitsfall
  • Personalvertretung durch studentischen Personalrat
  • Öffentliche Ausschreibung aller Stellen
  • Verträge von i.d.R. 40 Stunden / Monat über meist 4 Semester Laufzeit

Da wir dies für angemessene Forderungen halten, und der derzeitige Stundenlohn von 7,72 € seit 1993 nicht erhöht, sondern von ursprünglich 8,02 € im Rahmen der Arbeitszeiterhöhung im öffentlichen Dienst sogar abgesenkt wurde, unterstützen wir als Fachschaftsräte Erziehungswissenschaft die Initiative der studentischen Beschäftigten und engagieren uns innerhalb der Gesamtuniversität für einen Tarifvertrag, der mindestens die Berliner Eigenschaften aufweist.

Der Aufruf zur Vollversammlung findet sich hier als PDF-Dokument (Rechtsklick, Ziel speichern unter) und kann gerne weiterverbreitet werden.

Es existiert auch ein Entwurf für eine Resolution, die auf der VV diskutiert und verabschiedet werden sollte. Der Entwurf findet sich hier (Rechtsklick, Ziel speichern unter).

Weitere Informationen und Kontaktinformationen finden sich auf http://studentischebeschaeftigte.wordpress.com.

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