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Pressemitteilung zu den fehlenden Masterplätzen in den Lehramtsstudiengängen

21. November 2012 admin Keine Kommentare

Erstmalig haben zu diesem Wintersemester nicht alle Bachelor-Absolvent_innen der Lehramtsstudiengänge an der Universität Hamburg einen Masterplatz erhalten. Insgesamt betrifft dies mindestens 28 Kommiliton_innen.

Damit ist eingetroffen, wovor der Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft/Lehramt schon seit Einführung der Bachelor-/Master-Studiengänge immer wieder gewarnt hat: Entgegen anderslautenden Beteuerungen der letzten Jahre sind nicht ausreichend Masterplätze vorhanden um allen Studierenden den Abschluss ihres Lehramtsstudiums zu ermöglichen. Außerdem ist die künstliche Trennung der Lehramtsstudiengänge in Bachelor- und Master-Studiengänge ein Grundfehler der Bologna-Reform. Denn der Bachelor-Abschluss entspricht lediglich dem halben Lehramtsstudium.

Die Lehramtsstudierenden, die keinen Masterplatz erhalten, können ihr Studium nicht fortsetzen und werden gezwungen ihr Studium mit einer Bachelor-Qualifizierung (Bachelor of Science oder Bachelor of Arts) abzubrechen. Einen Bachelor of Education gibt es nicht. Das vollständige Lehramtsstudium ist erst mit dem Master of Education abgeschlossen.

Zudem erhöht eine beschränkte Zulassung zu den Masterstudiengängen den Druck auf die Studierenden und fördert das Konkurrenzverhalten untereinander, was einem sinnvollen Studium abträglich ist. Auch in Hinblick auf den Lehrer_innenmangel in Hamburg ist es fatal, mit der Master-Selektion Lehramtsstudierende zu einem Studienabbruch zu zwingen.

Lars Grote vom Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft/Lehramt: „Das ist ein Skandal! Wir fordern die sofortige Umsetzung eines selektionsfreien Bachelor-Master-Übergangs, insbesondere für die Lehramtsstudiengänge.“ Felix Schäfer vom Fachschaftsrat Erziehungswissenschaft/Lehramt ergänzt: „Ermöglicht werden könnte dies durch eine gleichzeitige Zulassung zum Master für alle (Lehramts-)Studienanfänger_innen, mit der Möglichkeit, das Studium durch einen Bachelorabschluss qualifiziert abzubrechen.“



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