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Podiumsdiskussion zum AStA-Image-Film und Alltagsrassismus (11.03.11)

09. März 2011 admin Keine Kommentare

Die Jusos Barmbek-Dulsberg veranstalten am Freitag, d. 11.03.2011 um 19:30 Uhr im Stadtteilkulturzentrum ‚Zinnschmelze‘ (U/S Barmbek – gegenüber dem Museum der Arbeit) eine Podiumsdiskussion unter dem Titel „Alltagsrassismus in der Gesellschaft“, die auch für Studierende sehr interessant zu werden verspricht.

Ausgangspunkt der Veranstaltung ist nämlich der 10.000 € teure Image-Film des derzeitigen AStA der Uni Hamburg „Inside AStA – Anatomie einer nützlichen Einrichtung“. Er hatte vor, während und nach seiner Premiere im Januar für massive Kritik von Mitgliedern der Universität, aber auch darüber hinaus, gesorgt. Kritische Stellungnahmen zu dem Film wurden u.a. von der AG Queer Studies (hier und hier), dem Black Students Network, den GEW Studis, mittlerweile 13 Fachschaftsräten der Uni und einer Gruppe von Promotionsstudierenden veröffentlicht. Auch Mopo und taz berichteten.

Für die Podiumsdiskussion am Freitag ist u.a. die Teilnahme von Ralf Höschele, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bundes-Jusos angekündigt, der unlängst auf dem Blog der Bundes-Jusos scharfe Kritik an dem Machwerk geäußert hatte: Es komme in dem Film „über weite Teile ein sarrazinsches, menschenverachtendes Gesellschafts- und Weltbild zum Ausdruck“, siehe seinen Artikel „Rassismus ‚Inside AStA'“.

Mit der Veranstaltung soll die Debatte um Alltagsrassismus und Sexismus am Beispiel des Image-Films „Inside AStA“ in die Öffentlichkeit gebracht und mit einer Diskussion der Aufgaben einer allgemeinen Studierendenvertretung in der heutigen Zeit verbunden werden. Brisanz erhält die Diskussion dadurch, dass der AStA der Uni, der für den Image-Film verantwortlich zeichnet, auch von der Hamburger Juso-Hochschulgruppe gestellt wird, die sich in diesem Zusammenhang erstaunlich kritikresistent gezeigt hat… Die Diskussionsveranstaltung wird also sicher spannend!

Offener Brief an den AStA zum Thema „Image-Film“

17. Februar 2011 admin Keine Kommentare

An den AStA der Universität Hamburg:

Hiermit möchten wir, die unterzeichnenden Fachschaftsräte, unsere Kritik bezüglich des AStA-Imagefilms ein weiteres Mal äußern.
Leider wurde auf den initialen Protest zur Pressemeldung des Films nicht eingegangen, stattdessen wurde dieser bei anderen Gelegenheiten diffamiert. Diese erste Stellungnahme bezog sich, wie erwähnt, nur auf die Pressemeldung zum Film — da wir diesen aber nun gesehen haben, gilt diese Kritik auch für den Inhalt des Films.

Wir distanzieren uns nochmals von den im Film dargestellten rassistischen Stereotypen, in denen wir keinerlei Satire erkennen konnten: Schwarzes Reinigungspersonal ist keine „Urgewalt“, die gewaltsam gegen Studierende agiert.
Wir fragen uns, welches Selbstbild der AStA mit diesem Imagefilm darstellen möchte: Wie können stereotype, abwertende und keinesfalls „liebevoll satirische“ Darstellungen von Obdachlosen, schwarzen Reinigungskräften und rauchenden Kita-Mitarbeiter_innen die Institution AStA bekannter machen?

Rassismus im „Imagefilm“ des AStA der Uni Hamburg – oder alles bloß „Satire“?

03. Februar 2011 admin 1 Kommentar

Rassismus im „Imagefilm“ des AStA der Uni Hamburg – oder alles bloß „Satire“? Wie versucht wird, die berechtigte Kritik am Abrufen rassistischer Stereotype zu diskreditieren:

„Der gesamte Film ist mit einem Augenzwinkern zu verstehen und es ist natürlich überhaupt nicht unsere Absicht, rassistische Klischees zu bedienen“, sagt der AStAKulturbeauftragte Timo Hempel dazu. Der kritisierte Textteil beziehe sich auf den Beginn des Films, der eine satirische Musical-Szene sei. Die drei dunkelhäutigen Reinigungskräfte werden von ausgebildeten Schauspielerinnen dargestellt.“ „[…]Von vielen wird da bewusst missverstanden, um gegen das Projekt Stimmung zu machen“. (HHer Abendblatt: “Rassismus an der Uni? Streit um Imagefilm vor der Premiere”, 27.01.2011)

Wenn Rassismus problematisiert werden soll, dann sind diese reflexartigen Beschwichtigungsfloskeln kaum überraschend! So auch, als es im Studierendenparlament um den Antrag auf Vorführung des Films und Diskussion ging. Denn in der hiesigen Gesellschaft gibt es nach wie vor keine Auseinandersetzung mit dem gesamtgesellschaftlichen Problem des Rassismus. Ebenso abgedroschen wie typisch ist die Täter-Opfer-Umkehrung, nämlich die Bescheinigung einer gewissen „Überempfindlichkeit“ oder eben der Unterstellung von „böswilligem Missverstehen“ seitens derjenigen, die darauf hinweisen.

Aktueller Gesetzesentwurf, Protokolle und andere Dokumente zu Studiengebühren

08. Juli 2008 admin Keine Kommentare

Trotz längerer Veröffentlichungspause an dieser Stelle hat sich zum Thema „Studiengebühren in Hamburg“ in der Zwischenzeit einiges getan. Eine ausführlichere Stellungnahme von den Fachschaftsräten wird es demnächst an dieser Stelle geben. Vorerst finden sich hier jedoch schon einmal einige interessante Dokumente zur aktuellen Debatte.

Am 01.07. fand eine öffentliche Anhörung zu dem vom Hamburger Senat vorgelegten Gesetzesentwurf zur „Neugestaltung der Studienfinanzierung“ statt, von der es mittlerweile ein sehr lesenswertes Wortprotokoll gibt (siehe pdf unten).

[thx to pr14-2am6]