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Soziale Bildung braucht soziales Miteinander – Für die Öffnung der Bildungseinrichtungen!

16. April 2021 admin Keine Kommentare

Wir beziehen uns auf den Offenen Brief für die Öffnung aller Hamburger Hochschulen in geschützter Präsenz, bekräftigen die folgenden Kernforderungen und fordern Sie/die Fakultät auf, die Umsetzung voranzutreiben. 

1) Präsenzlehre im Sommersemester muss ermöglicht werden.
2) Orientierungseinheiten müssen in Präsenz stattfinden dürfen.
3) Bibliotheken und Lernräume müssen sofort geöffnet werden.
4) Arbeitsinfrastruktur und soziale Infrastruktur müssen bereitgestellt werden.
5) Gremien müssen in Präsenz tagen können, Fachschaftsratsbüros sind zu öffnen.

Außerdem fordern wir Sie/die Fakultät auf die Hygienekonzepte transparent zu machen.
Darüber hinaus wollen wir aus erziehungswissenschaftlicher Perspektive Folgendes ergänzen, Stellung beziehen, fordern:

Für die Universitätsöffnung bezogen auf die Fakultät für Erziehungswissenschaft

Geschützte Präsenzlehre, kulturelle Veranstaltungen und Campuskultur sind für den sozialen Austausch und damit auch für soziales Lernen notwendig. Aus diesem Grund müssen wir die Universität wieder kulturell beleben können. 
Wir Studierende haben eine besondere Rolle als nonkonforme Initiator:innen gesellschaftlichen Fortschritts. Dieser Aufgabe können wir nur gemeinsam, im Austausch und vor Ort gerecht werden.
Schon vor dem digitalen Studium haben Leistungspunkte-Gehechel und Individualisierung für Konkurrenz gesorgt und damit kooperative Lehr-Lern-Verhältnisse erschwert. Dieser Trend, verursacht durch Misstrauen und Kontrolle, wird durch die gesteigerten Leistungsanforderungen seit dem letzten Sommersemester verstärkt. Sozialer Austausch und Begegnung in Präsenz sind unabdingbar, damit sich ein gemeinsames Interesse entwickeln kann. Dies schließt sowohl Studierende als auch Lehrende mit ein. 

Die Erziehungswissenschaft spielt eine wichtige Rolle für die Erarbeitung von wissenschaftlichen Lösungen für gesellschaftliche Probleme sowie die Realisierung einer umfassenden Gesundheit für Alle. Unsere Fakultät muss die derzeitigen Herausforderungen der sozialen Einrichtungen wissenschaftlich untersuchen, begleiten und Bedingungen für gutes pädagogisches Arbeiten erstreiten. Auf diesem Weg kann und soll erziehungswissenschaftliches Arbeiten zur Persönlichkeitsbildung und kooperativer Entwicklung von aufgeklärten und mündigen Personen in Bildungseinrichtungen beitragen.

Um das zu ermöglichen, müssen gesellschaftlich relevante Themen zum Inhalt der Lehrveranstaltungen gemacht werden, d.h. auch die gesteigerte soziale Ungleichheit, die psychischen und gesellschaftlichen Folgen der Lockdown-Maßnahmen müssen erziehungswissenschaftlich aufgearbeitet und vor allem kritisch diskutiert werden, um so zur Bewältigung dieser Probleme beizutragen. 

Es muss dafür möglich sein, sich zu den Inhalten von Lehrveranstaltungen kritisch zu verhalten und entsprechend des forschenden Lernens aktiver Teil der wissenschaftlichen Auseinandersetzung zu werden. Dieser Diskurs wirkt sich im Sinne der Einheit von Forschung und Lehre direkt auf die Forschung aus. Er kann Initiator und Inspiration für neue Prozesse und Projekte sein und gleichzeitig kritische Instanz bereits entwickelter Thesen. Um sich eine solche Praxis des sozialen und forschenden Lernens anzueignen, brauchen wir Präsenz!

Für die Öffnung der Bildungseinrichtungen

Der Umgang mit der Covid19-Pandemie verschärft die soziale Ungleichheit insbesondere für Kinder und Jugendliche stark. Besonders betroffen sind dabei Kinder und Jugendliche aus sozioökonomisch benachteiligten Verhältnissen.
Durch die Schließung der Bildungseinrichtungen und die damit einhergehende Isolierung fehlt der soziale Raum der Schule und der Jugendarbeit, was zu Einsamkeit und Ängsten führt sowie eine mangelnde Versorgung und Entwicklungsmöglichkeiten hervorruft. 
Das ist hinreichend belegt durch UNICEF, COPSY, Barmer-Arztreport, DJI München, usw.

Die Funktion von Wissenschaft ist, das Bekannte in Frage zu stellen und eine neue Praxis zu schaffen. Mit der Orientierung an den Sustainable Development Goals hat die Universität die Möglichkeit und Verpflichtung, zu einer Verbesserung der Lebensqualität beizutragen. 

Wir fordern die gemeinsame Öffnung aller Bildungseinrichtungen mit entsprechenden Hygienekonzepten und der Möglichkeit für digitale Teilnahme. Es darf dabei keine Konkurrenz mehr zwischen den öffentlichen Einrichtungen entstehen. Die bereits vollzogenen sowie die anstehenden Öffnungsschritte der Bildungseinrichtungen müssen durch unsere Fakultät wissenschaftlich begleitet werden. Ein besonderer Schwerpunkt muss dabei auf der Ermöglichung der Inklusion Aller liegen. Denn nur in einer inklusiven Gesellschaft kann nachhaltige Problemlösung und Weiterentwicklung stattfinden. Nur eine Öffnung der Bildungseinrichtungen ermöglicht die Bildung zu weltoffenen, sozial-verantwortlichen sowie mündigen Personen.

Einladung zum hochschulübergreifenden Austauschtreffen am 23.03.2021

22. März 2021 admin Keine Kommentare

Liebe Kommiliton*innen, liebe Fachschaftsräte,

Hiermit laden wir euch zu einem 2. hochschul- und studiengangsübergreifenden Austauschtreffen am Dienstag, den 23.03. um 15 Uhr in der Versammlungsstätte der HAW (Alexanderstraße 1) ein.

Bei unserem letzten Treffen vor einer Woche haben wir mit 45 Kommiliton*innen aus verschiedenen Studiengängen und Hochschulen diskutiert, warum die fortgesetzte Schließung der Hochschulen falsch ist und beendet werden muss. Dazu haben wir in einer Arbeitsgruppe ein Forderungspapier erarbeitet, das wir bei dem Treffen diskutieren können, um zu besprechen, wie wir uns in dieser Auseinandersetzung eine neue Offensivität erarbeiten. Dabei können wir uns auch an den Berliner Kommiliton*innen orientieren, die eine Initiative für Präsenz im Sommersemester gestartet haben (https://praesenzlehre-berlin.org/).

Außerdem wollen wir uns bei dem Treffen mit dem Problem der Hochschulfinanzierung beschäftigen. Auch hier sind die Hamburger Hochschulen nicht die einzigen, die von Kürzungen betroffen sind und auch hier regt sich Widerstand. In Bremen, bspw. soll der Wissenschaftsetat um 25 Prozent gekürzt werden, wogegen sich der dortige AStA in einer Stellungnahme äußert[1] und auch in Marburg regt sich Protest gegen die angekündigten Kürzungen im Fachbereich Gesellschaftswissenschaften.[2] Zur Vorbereitung auf die Diskussion um die Frage der strukturellen Unterfinanzierung der Hochschulen können wir euch exemplarisch ein Erklärvideo zu den Kürzungen an der Uni Hamburg empfehlen: https://lecture2go.uni-hamburg.de/l2go/-/get/v/44369

Beide Fragen (Hochschulfinanzierung und Präsenz) hängen eng miteinander zusammen, da es bei beiden Fragen darum geht, ob wir uns von der Verzichtsideologie (wenn alle immer noch ein bisschen mehr zurückstecken ist alles in Ordnung) verabschieden und selbstbewusst die notwendigen Verbesserungen durchsetzen, damit es für alle besser wird. Wir haben also viel zu diskutieren und zu bewegen!

Das Treffen findet wieder in der HAW Versammlungsstätte (Alexanderstraße 1) statt. Wer sich digital dazuschalten möchte kann das über folgenden Link tun:  https://uni-hamburg.zoom.us/j/93801558477?pwd=Ri9tdjNZcWMycGlBWjViMVVFSFFFdz09 (ID: 938 0155 8477, Kenncode: 38369160)

Alle sind herzlich eingeladen dazu zu kommen und auch weitere Kommiliton*innen anzusprechen und mitzubringen. Dafür, dass es besser wird spielen alle eine Rolle!

Solidarische Grüße,

Johanna, AStA der HAW
Lutz, FSR Soziale Arbeit (HAW)
Hesam, FSR Medizin (UHH)
Ida, FSR Sozialökonomie (UHH)
Mena, FSR Sozialwissenschaften (UHH)
Sören, FSR Holzwirtschaft (UHH)
Lene, FSR Lehramt (UHH)
Alex, FSR Erziehungswissenschaft (UHH)


[1] https://www.asta.uni-bremen.de/pm-kaputtsparen-der-wissenschaftslandschaft-verhindern-bremens-hochschulen-retten/

[2] https://www.jungewelt.de/artikel/397909.%C3%B6konomisierung-der-hochschulen-sonst-steht-der-profit-noch-mehr-im-vordergrund.html

Was ist die besondere Qualität der universitären Räume für Lern- und Bildungsprozesse? – Eine Ausstellung für Präsenz!

admin Keine Kommentare

Die meisten von uns haben die Gebäude und Räume unserer Universität über ein Jahr weder gesehen noch betreten – einige sogar noch nie. Die architektonische Vielgestaltigkeit, ihre Geschichtsträchtigkeit und ihre Bedeutung als Ort, an dem Gesellschaft, Wissenschaft, Arbeit, Politik und Leben stattfindet, wird in diesen Zeiten überdeutlich. Damit die Räume in diesem Sinne genutzt und mit Leben gefüllt werden können, damit wir in neuer Qualität das gesamte Potential nutzen können, damit Studium, Forschung, Lehre und Bildungsprozesse wirklich stattfinden – aus diesem Grund wollen wir gemeinsam die Bedeutung und Qualität der universitären Räume neu bemessen. Wir stellen uns dazu die Frage, die wir auch an Euch richten wollen:

Was ist die besondere Qualität der universitären Räume für Lern- und Bildungsprozesse?

Von den Mensen und Cafés, über die Bibliotheken, hin zu Fluren und Foyers, Hörsälen und Seminarräumen, schreibt ein paar Wörter, Sätze oder Seiten. Malt oder zeichnet Bilder, schreibt Gedichte, findet Reime oder Zitate, kramt alte Fotos hervor – das alles unter der obigen Fragestellung und schickt es uns bis zum 05.April per Mail an: fsr-erzwiss@gmx.de.

Wir möchten alles sammeln (anonym oder mit Namen – wie ihr wollt) und auf Grundlage der gesammelten Beiträge (gerne auch mit Eurer Beteiligung) eine Ausstellung machen, die der Auseinandersetzung mit dieser Fragestellung Öffentlichkeit verschafft. Ein erstes Treffen zur Vorbereitung der Ausstellung wird am 09.April um 15 Uhr sein. Weitere Informationen werdet Ihr hier nachlesen können.

Wir freuen uns auf Eure Beiträge und Rückmeldungen!

Broschüre der Kungebung zur Wiederöffnung der Universität

22. Juni 2020 admin Keine Kommentare

Liebe Komiliton*innen,
hier findet Ihr die Broschüre, in der alle Redebeiträge der Kundgebung zur Wiederöffnung der Universität gesammelt sind.
Außerdem findet Ihr darin auch den Link zu den Videoaufnahmen, die bereits auf unserem Youtubekanal veröffentlicht sind.

Der Inhalt:
– Aufruf zur Kundgebung
– Redebeitrag des Fachschaftsrats Erziehungswissenschaft
– Drei Aspekte, die aus medizinischer Sicht in der Diskussion um die Öffnung der Hochschulen (aber nicht nur dabei) berücksichtigt werden sollten
– Redebeitrag des Fachschaftsrats Sozialökonomie
– MittelbauRedebeitrag
– Mit CitoyenBildung zu einer neuen Qualität von Wissenschaft
– Zur Bedeutung der Universität im Kampf gegen Rechts
– AbschlussPetition

Zur Wiederöffnung der Universität – Petition

16. Juni 2020 admin Keine Kommentare

Zum Ende der Kundgebung zur Wiederöffnung der Universität (am 03.06.20) wurde die folgende Petition/Resolution per Akklamation verabschiedet. Daraufhin fand eine weitere Kundgebung am Mittelweg statt, bei dem diese verlesen und dem Präsidium überreicht wurde. Unter dem folgenden Link, könnt Ihr sie runterladen:

Kundgebung zur Wiederöffnung der Universität

28. Mai 2020 admin Keine Kommentare

Liebe KommilitonInnen, liebe KollegInnen, liebe Interessierte,
am 03.06. (Mittwoch), von 14 bis 16 Uhr haben wir auf dem Allendeplatz unter den geltenden Bestimmungen, die einen sorgfältigen Umgang miteinander beinhalten, eine Kundgebung zur Wiederöffnung der Universität angemeldet. Wir rufen Euch dazu auf, an der Kundgebung teilzunehmen und damit über und für die Öffnung und eine neue Qualität von öffentlich engagierter Wissenschaft zu diskutieren und zu streiten.

Schulden- und Vermögensuhr vor dem Uni-Hauptgebäude eingeweiht

13. Juli 2011 admin 1 Kommentar

Text an der Installation

Heute Nachmittag wurde vor dem Hauptgebäude der Uni Hamburg eine kombinierte Schulden- und Vermögensuhr mit einer Kundgebung eingeweiht. Die Uhr zeigt gleichzeitig die Entwicklung des Schuldenstands der Stadt Hamburg (Anstieg von 23 € / Sekunde) und die Entwicklung des Vermögens des reichsten Zehntels der Hamburger (Anstieg von 231 € / Sekunde).

Damit soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass die vom aktuellen SPD-Senat behauptete Alternativlosigkeit der Haushaltskürzungen im Sinne der Schuldenbremse nichts weiter als Propaganda ist und de facto nicht besteht. Eine „Vermögensbremse“ wurde als „menschenwürdige Alternative zur Schuldenbremse“ präsentiert.

Der Aufruf zur Kundgebung findet sich hier.

Auf der Kundgebung sprachen Tobias Berking, Siggi Frieß von ver.di und Elias Gläsner von der Fachschaftsrätekonferenz (FSRK).

Ein Mitschnitt der Kundgebung ist in zwei Teilen (Teil 1, Teil 2) auf Youtube verfügbar und kann alternativ als insgesamt 19-minütiger Mitschnitt hier heruntergeladen werden.

[flv:http://www.youtube.com/watch?v=mGqDlsReDh0 320 240] [flv:http://www.youtube.com/watch?v=_Zr0ArI-8dg 320 240]