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Veranstaltungsreihe „Aufbrüche in der Pädagogik: 1890-1930“ (WS 21/22)

In der Veranstaltungsreihe werden demokratische, progressive und egalitäre Erziehungs- und Bildungskonzepte, -ansätze und -bewegungen, inkl. ihrer zentralen Vertreterinnen und Vertreter, aus der national wie international äußerst ertragreichen Zeit von etwa 1890 bis 1930 in den Blick genommen und ihre Relevanz für heute diskutiert. Es sollen Beiträge aus allgemeiner erziehungs­wissenschaftlicher Perspektive sowie verschiedenen Handlungsfeldern der Pädagogik (Erwach­senenbildung, Schulpädagogik, Sozialpädagogik, Behindertenpädagogik) in die Debatte gebracht und Konsequenzen für Studium, Lehre und Wissenschaft sowie die (pädagogische) Praxis gezogen werden. 

Sie besteht aus acht öffentlichen Vorträgen (dienstags, 18-20 Uhr im Anna-Siemsen-Hörsaal) und einem Begleitseminar (in Raum 05, VMP8), das in den Wochen ohne Vortrag stattfindet. 

Die Veranstaltungsreihe wird von der AG 8. Mai EW organisiert. Für nähere Informationen zur AG siehe unten.

Hier der Terminplan:

12.10. Begleitseminar: Konstituierung

26.10. Vortrag: „Auf/Brüche. Pädagogik und die Ambivalenzen der Moderne (1890-1930)“
(Referentin: Prof. Sylvia Kesper-Biermann (Historische Bildungsforschung))

02.11. Vortrag: „Aufbrüche in der Pädagogik nach dem Ersten Weltkrieg: Die internationale Er­ziehungsbewegung unter lokaler, regionaler und transnationaler Perspektive“ 
(Referentin: Prof. Christine Mayer (Erziehungs- und bildungswissenschaftliche Grundlagenforschung))

09.11. Begleitseminar

16.11. Vortrag: „Gertrud Hermes und die Schule der Arbeit (Leipziger Richtung in der Erwachsenenbildung)“ 
(Referentin: Prof. Anke Grotlüschen (Erwachsenenbildung)) 

23.11. Vortrag: „Die Schule der werdenden Gesellschaft und ihre Didaktik am Beispiel der Karl-Marx-Schule Berlin-Neukölln 1929-1933“ 
(Referent: Prof. Tilman Grammes (Didaktik sozialwissenschaftlicher Fächer)) 

30.11. Begleitseminar

07.12. Vortrag: „Neue Bahnen – Ein Versuch, mit Pädagogik in ein neues Zeitalter aufzubrechen“ 
(Referentin: Prof. Ingrid Lohmann (Ideen- und Sozialgeschichte der Erziehung/ Historische Bildungsforschung))

14.12. Vortrag: „Expressive Befreiung oder romantizistischer Antiintellektualismus? Die ästhetisch orientierenden Teilströmungen der „Reformpädagogik“ als ambivalente Symptome zwischen Emanzipation und Regression“
(Referent: Patrick Pahner (Musikpädagogik)

21.12. Begleitseminar

04.01. Vortrag: „‘Ich fordere Dich, weil ich Dich achte!‘ – A. S. Makarenkos Kollektiver­ziehung“
(Referentin: Christiane Mettlau (Pädagogik bei Behinderung und Benachteiligung)

11.01. Begleitseminar

18.01. Vortrag: „Eduard Heimann“
(Referent: Prof. Helmut Richter (Sozialpädagogik/Außerschulische Kinder- und Jugendbildung))

25.01. Begleitseminar


Zur AG 8. Mai EW: 
Im Zuge der Aktivitäten um den Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus wurde an der Fakultät Erziehungswissenschaft die mitgliedergruppenübergreifende Arbeitsgruppe „8. Mai EW“ gegründet. Wir verstehen uns als ein Impulsgeber für kontinuierliche, erziehungs- und bildungswissenschaftliche Diskussionen zur ‚Aufarbeitung der Vergangenheit‘ innerhalb der Fakultät und Universität, richten uns aber auch an die interessierte Öffentlichkeit. Das thematische Spektrum der AG bezieht sich auf die Auseinandersetzung mit progressiven, demokratisch-sozialistischen und antifaschistischen pädagogischen Ansätzen, aber auch auf die Frage der pädagogischen (Dis-)Kontinuitäten mit Blick auf die Genese des Faschismus, über die Rolle der Pädagogik in der NS-Zeit bis hin zum Fortleben von Ideen, Denkmustern und -systemen sowie autoritären Praktiken in der Pädagogik nach 1945.