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Mitschnitt der Erstsemesterbegrüßung im Audimax

15. Oktober 2008 admin Keine Kommentare

Einlasskontrolle vor dem AudimaxGestern Abend von 18-20h fand im Audimax die Begrüßungsfeier der diesjährigen Erstsemester statt. Wie im letzten Jahr (siehe den FSR-Bericht aus 2007) war die Veranstaltung eine geschlossene. Nur für Erstsemester + Begleitung mit Anmeldung, Eintrittskarte und Eintrag in die Gästeliste war es möglich an den Türstehern vorbeizukommen. Moderiert wurde die Veranstaltung von Michel Clement, dem Leiter des Lehrstuhls für Marketing und Medienmanagment an der Uni Hamburg und ehemeligem „Bertelsmann“, der immer wieder amüsante Anekdoten aus seiner Tätigkeit als BWL-Prof. einstreute und die Studierenden zu „Biss“ ermunterte, um aus der Zeit an der Uni ein Maximum an Profit zu schlagen. Es wurden 3 Grußworte gehalten, die von einem abwechslungsreichen Rahmenprogramm aus englischem Theater und einer Capoeira-Vorführung gerahmt wurden. Als erste Rednerin sprach die Uni-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz, ihr folgte der Ex-CDU-Wirtschaftssenator und Förderer der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft Gunnar Uldall, der auch Mitglied des Ende September gegründeten „Board of Mentors“ der Uni Hamburg ist. Um die Kritik an der Veranstaltung und dem momentanen Kurs der Uni auch in das Audimax zu tragen, entrollten einige KommilitonInnen während seines Redebeitrags ein Banner mit der Aufschrift „Die Universität ist anders! Kritische Bildung statt Humankapital“. Es kam zu einem kurzen Handgemenge mit den Securities, das Transparent blieb jedoch letztendlich während des gesamten Redebeitrags präsent. Als letzter sprach Olaf Holst als AStA-Vorstand.

Die_Universitaet_ist_andersVor dem Audimax hatte sich vor und während der Veranstaltung eine buntgemischte Gruppe von Studierenden zusammengefunden um mit Redebeiträgen, Musik, Bannern und Flugblättern auf den skandalösen Rahmen der Veranstaltung und die einseitig an wirtschaftlichen Erwägungen ausgerichtete Politik des Uni-Präsidiums aufmerksam zu machen.

Für alle diejenigen, die entweder nicht zu der Begrüßung kommen konnten und/oder sich das Programm noch einmal anschauen möchten, finden sich hier ein Mitschnitt der Veranstaltung in chronologischer Reihenfolge:

(Vielen Dank an Y. für das Filmen!)

Stellungnahme zu Werbung an der Uni

22. Mai 2008 admin Keine Kommentare

Werbung an der Uni - Flyer Wir dokumentieren hier die Stellungnahme des Fachschaftsrats Sozialwissenschaften zu Werbung an der Uni, die am 13.05.08 an das Präsidium der Universität Hamburg, verschickt wurde. Wir schließen uns außerdem der Einschätzung und den Forderungen des FSR Sozwiss. an!

Hier die Stellungnahme:

Werbung an der Universität Hamburg: Stellungnahme des FSR Sozialwissenschaften und der Fachschaftsräte am Fachbereich Erziehungswissenschaft

An das Präsidium der Universität Hamburg

– den Mitgliedern des Akademischen Senats, dem Allgemeinen Studierendenausschuss, den Mitgliedern des Studierendenparlaments und den Fachschaftsräten der Universität Hamburg zur Kenntnis –

Im Folgenden möchten wir Stellung beziehen in der jüngst an verschiedenen Stellen verstärkt geführten Diskussion zum Thema Werbung an der Universität Hamburg. Die zuletzt entstandene Debatte entzündete sich an der Anbringung eines Verweises in STiNE/CampusNet, der mit der Bezeichnung „Microsoft Office kaufen“ Benutzern und Benutzerinnen des Studien-Verwaltungssystems das Angebot unterbreitet, Microsofts Office-Paket zu vergünstigten Konditionen erwerben zu können.

Auch wir sehen mit diesem virtuellen Schritt eine neue Qualität der Werbung an der Universität Hamburg erreicht. Die Benutzung von STiNE/CampusNet ist für immer mehr an der Universität Hamburg Lehrende und Studierende obligatorisch und das System so ein optimaler Platz für Firmen, Produkte adäquat zu bewerben. Der Verweis auf eine Software-Offerte ist in diesem Kontext nicht einfach ein Angebot an Studierende: STiNE/CampusNet basiert auf Microsoft-Server-Technologie und soll in einem weiteren Schritt an die Bedienung per Microsoft Office 2007 angebunden werden. Die Logik von Microsoft, schon vorher mit „vergünstigten Angeboten“ Studierende auf das eigene Produkt festzulegen, ist marketingtechnisch sicher ein Clou. Wir, Studierende der Universität Hamburg, wehren uns aber dagegen, auf unsere Konsumentenfunktion reduziert zu werden.

Denn auch ohne diese neue Qualität des product placement ist das „Tor zur Wissenschaft“, die Universität Hamburg, schon zu sehr Gegenstand einer nicht vertretbaren Finanzierungsweise unserer Bildung und unserer Wissenschaftten geworden. Täglich werden wir mit Sonderofferten konfrontiert – O2 in der Mensa, der Geldautomat der Hamburger Sparkasse im Mensaeingang, E-Plus/Base auf dem Campus, allmax im eigenen Unishop, die Süddeutsche Zeitung vor dem Unigebäude für zwei Wocchen kostenlos abonniert, das Konto der Deutschen Bank eben vor Seminarbeginn eröffnet – die Liste ist beliebig fortführbar. Dabei scheinen Qualität und die ethische Verantwortung der anpreisenden Unternehmen nicht von Relevanz, die Universität Hamburg nimmt jedes Geld.

Wir haben den Eindruck, dass diese Entwicklung bisher von studentischer Seite nicht deutlich genug thematisiert worden ist: Zu allem Überfluss haben sich studentische Vertreter in der letzten Sitzung des Akademischen Senats positiv über das „Angebot“ verbilligter Microsoft-Produkte in STiNE/CampusNet geäußert.

Diese Meinung ist nicht unsere Position. Die Anbringung eines solchen Verweises ist die direkte Empfehlung, welche Studierenden die freie Entscheidung erschwert. Verschiedene kartellrechtliche Entscheidungen der Europäischen Union zeigen, dass Microsoft nicht einfach irgendein Software-Produzent ist, sondern einer, der in den meisten seiner Geschäftsfelder eine Monopolstellung innehat. Für Studierende kostenlos erhältliche Konkurrenzprodukte wie StarOffice oder immer kostenlose Open-Source-Alternativen zu Microsoft wie OpenOffice.org werden nicht verlinkt. Auf Kritik aus studentischen Reihen kommen von Seiten des Präsidiums abwiegelnde Antworten: Dass Regionale Rechenzentrum unterhalte auch Internetseiten mit Vergünstigungen. Es ist unseres Erachtens nicht begründbar, dass das Microsoft-Angebot nicht an derselben Stelle untergebracht wird. Dann wird noch verkündet, es seien für kostenfreie Open-Source-Produkte „keine studentischen Sonderofferten bekannt“ (Vizepräsident Prof. Dr.-Ing. Hans Siegfried Stiehl, 25. April 2008). Da fragen wir uns – wie denn? Welche Vergünstigung soll es für kostenlose Produkte denn bitte geben?

Wir fordern hiermit die verantwortlichen Stellen dazu auf, endlich Maßnahmen zu ergreifen, die die alltägliche Ökonomisierung des öffentlichen Raumes Universität beenden. Im vorliegenden Fall gehört dazu mindestens:

  • Entfernen der Microsoft-Werbung aus STiNE/CampusNet
  • Unterbinden neuer (virtueller) Werbung über Kommunikationskanäle der UHH
  • Entfernung der Werbetafeln aus den Mensen des Studierendenwerkes
  • Reduzierung des täglichen Werbeaufkommens auf dem Campus

Vortrag – Antonio Gramsci, Paulo Freire and Radical Education

25. Januar 2008 admin Keine Kommentare

Am 23.01. hielten Dr. Carmel Borg und Prof. Dr. Peter Mayo von der Faculty of Education der Universität Malta am FB Erziehungswissenschaft einen Vortrag mit dem Thema „Antonio Gramsci, Paulo Freire and Radical Education“.
Der Mitschnitt (320x240px, 126MB) kann auf video.google.de online angeschaut oder auch über diesen Link (Rechtsklick, „Ziel speichern unter“) heruntergeladen werden.

Volksinitiative erfolgreich: 15.550 mal „Ja!“ zur Gemeinschaftsschule

08. Januar 2008 admin Keine Kommentare

Volksinitiative fordert Moratorium für Zwei-Säulen-Modell

Hamburg, 07.01.2008Die erste Hürde der Volksgesetzgebung für eine Schule für alle ist überwunden: 15.550 (*) Hamburgerinnen und Hamburger haben unterschrieben. „Wir freuen uns sehr über den Erfolg! In nur acht Wochen, bei nasskaltem Wetter, trotz einer starken Gegenoffensive der CDU und behindert durch die Behörde für Bildung und Sport war die Volksinitiative letztlich erfolgreich!“ kommentiert die Sprecherin der Volksinitiative, Karen Medrow-Struß, das Ergebnis. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass sich die Bürgerschaft nun mit der Volksinitiative ´Eine Schule für alle´ offiziell befassen muss.

„Wir fordern ein sofortiges Moratorium für das Zwei-Säulen-Modell bis nach der Wahl – die konkreten Planungen zur Umsetzung des Zwei-Säulen-Modells müssen gestoppt werden, bis die neu gewählte Bürgerschaft über die Volksinitiative entschieden hat. Wir erwarten, dass die Regierung die vielen Stimmen, die wir heute im Rathaus abgegeben haben, nicht ignoriert, sondern dass sie sorgfältig prüft, wie sie dem Bürgervotum Rechnung tragen kann,“ so Medrow-Struß.

Bereits für den Herbst ist die zweite Phase der Volksgesetzgebung geplant. Medrow-Struß: „Wir sind bereit für den nächsten Schritt, das Volksbegehren im September. Wir sind nun sicher, dass wir die dann erforderlichen Unterschriften der fünf Prozent der Wahlberechtigten innerhalb von drei Wochen zusammen bekommen.“

Klaus Bullan, Sprecher der Volksinitiative und Vorsitzender der GEW Hamburg: „Der Senat hat das Zwei-Säulen-Modell quasi am grünen Tisch entwickelt und will es nun hastig und ohne Beteiligung der Betroffenen von einer eigens eingesetzten Behördenkommission umsetzen lassen. Es zeichnet sich ab, dass die CDU das Votum der HamburgerInnen erst gar nicht abwarten will. Es sollte ihr klar sein, dass eine so grundlegende Schulreform nur mit Zustimmung der Bevölkerung gelingen kann.“ Die Volksinitiative setze auf Beteiligung und habe die HamburgerInnen in einer beispiellosen Aufklärungs- und Informationskampagne, zahllosen Gesprächen auf den Straßen aller Stadtteile sowie bei vielen Diskussionsveranstaltungen über die Gemeinschaftsschule informiert.

Simon Völcker, Sprecher der Volksinitiative und Vorsitzender der SchülerInnenkammer: „Endlich ist eine breite Debatte in der Stadt über längeres gemeinsames Lernen in Gang gekommen. Die Resonanz zeigt uns, dass wir viele Menschen mit guten Argumenten und mit ernsthaftem Verständnis für ihre Bedenken überzeugen können.“

Die Volksinitiative ´Eine Schule für alle´ wird unterem anderem unterstützt von der Elternkammer, dem Elternverein, der SchülerInnenkammer, die Lehrerkammer, der GAL-Bürgerschaftsfraktion, SPD-MandatsträgerInnen, dem DGB, dem Kinderschutzbund, die Partei DIE LINKE, der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg sowie zahlreichen Einzelpersonen aus Wissenschaft, Politik und Praxis.

Zahlreiche UnterstützerInnen hatten die Unterschriften vor den Fußballspielen des FC St. Pauli, auf Wochenmärkten, in den Stadtteilen, auf Diskussionsveranstaltungen von Initiativen und Parteien, an der Uni und vor Schulen gesammelt. Die SprecherInnen der Volksinitiative kündigten an, die BewerberInnen um ein Mandat in der Bürgerschaft mit der Frage zu konfrontieren, wie sie zu längerem gemeinsamem Lernen, zu einer Schule für alle und der Bedeutung der Volksgesetzgebung für die Demokratie in Hamburg stehen: „Eine Schule für alle bleibt ein Wahlkampfthema!“

Rückfragen bitte an Karen Medrow per mail karen.medrow@freenet.de oder mobil 0171-1744654

(*) Achtung: Die Zahl der Unterschriften weicht von der im beim Pressegespräch verteilten Text genannten (15.342) ab. Die hier genannte (15.550) ist die aktuelle „richtige“ Zahl.

Pressekontakt zu dieser Meldung

Ilona Wilhelm
Pressesprecherin der GEW
Landesverband Hamburg
Tel: +49 (0)40 414633 – 27
Fax: +49 (0)40 440877
E-Mail: presse@gew-hamburg.de

Mitschnitt der Infoveranstaltung zur Volksinitiative online

18. November 2007 admin Keine Kommentare

Am 8.11. hatte die GEW-Studierendengruppe in Zusammenarbeit mit dem FSR im Anna-Siemsen-Hörsaal eine Infoveranstaltung zur Volksinitiative „Eine Schule für alle“ veranstaltet.
Als Referenten waren Prof. Dr. Karl Dieter Schuck (Professor für die behindertenpädagogische Psychologie und Diagnostik) und Klaus Bullan (Vorsitzender der GEW Hamburg) eingeladen um etwas zur Entstehungsgeschichte und zu den Hintergründen des mehrgliedrigen Schulsystems und zur Vorstellung der Volksinitiative „Eine Schule für alle“ zu sagen. (Die Präsentation, die dem Beitrag von Klaus Bullan zur Volksinitiative zugrunde lag, kann von der Homepage der Initiative heruntergeladen werden. –> download)
Ein 60-minütiger Mitschnitt der beiden Vorträge ist nun online verfügbar und kann bei video.google.de angeschaut werden.

Zudem besteht die Möglichkeit den Mitschnitt in besserer Qualität vom Webspace des FSR herunterzuladen. Download Video (668MB; 60 Min; avi) (Zum Wiedergeben des Videos eignet sich z.B. der VLC Player.)

Der komplette zweistündige Ton-Mitschnitt der Veranstaltung (mit den Fragen und der Diskussion) steht ebenfalls als mp3-Datei zum Download bereit. Download Audio (108MB; 121 Min; mp3)

Der FSR dokumentiert die Redebeiträge zur Erstsemesterbegrüßung

17. Oktober 2007 admin Keine Kommentare

Am Dienstag abend fand im Audimax die Erstsemesterbegrüßung statt. Auf der Veranstaltung, die durch ihren plump undemokratischen Charakter auffiel (doch dazu später mehr),  sprachen die Präsidentin der Universität Monika Auweter-Kurtz, der AStA-Vorsitzende Thorsten Hönisch und der Präsident der Hamburger Bürgerschaft Berndt Röder.

Für alle Ausgesperrten und/oder Interessierten haben wir eine investigative Reporterin in die Veranstaltung geschleust, deren Video-Aufzeichnungen ihr hier anschauen könnt.

– 12 Minuten unsere werte Uni-Präsidentin Monika Auweter-Kurtz

– 11 Minuten Thorsten Hönisch, AStA-Vorstand (Jusos)

– 10 Minuten Berndt Röder, seit März 2004 Präsident der Hamburger Bürgerschaft (CDU)

Viel Spaß dabei!?

Frontal21 – Missbrauchte Studiengebühren

admin Keine Kommentare

Frontal21Gestern abend sendete Frontal21 einen interessanten und sehenswerten Beitrag zur Verwendung bzw. zum Missbrauch von Studiengebühren an verschiedenen Universitäten in Deutschland.

In vielen Bundesländern zahlen Studenten bis zu 500 Euro Studiengebühren pro Semester. Damit sollten die Studienbedingungen verbessert werden. Tatsächlich bezahlen viele Universitäten davon Neubauten, Betriebskostenrechnungen oder den Einbau von Klimaanlagen.

(Quelle: http://www.zdf.de/ZDFde/inhalt/7/0,1872,7104679,00.html)

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Update: Auf Telepolis ist heute ein interessanter Artikel zu dem Thema „Verwendung von Studiengebühren“ mit dem Titel „Studiengebühren für Stipendien für Studiengebühren“ erschienen. Hier geht’s zum Artikel.

Pressemitteilung der Boykottgruppe zum Boykott 2.0 im kommenden Wintersemester

31. August 2007 admin Keine Kommentare

Boykott-Logo Die Boykottgruppe an der Uni Hamburg hat gestern eine Pressemitteilung zur aktuellen Situation und zum Boykott 2.0 herausgegeben, die man sich hier auf der IZS-Homepage anschauen, bzw. hier als pdf herunterladen kann. Es wird also im nächsten Semester erneut einen Boykott der Studiengebühren geben. Für diejenigen, die dieses Semester anfangen an der Uni Hamburg zu studieren (und alle anderen natürlich auch), gibt es auf der Seite der offenen Boykottgruppe und der Seite der Fachschaftsrätekonferenz (FSRK) weitere Informationen zur Idee und zum Ablauf des Boykotts an der Uni Hamburg.

HfbK - Dräger schießt den Vogel ab An der HfbK (Hochschule für bildende Künste) läuft der Studiengebührenboykott nach wie vor. Dort wird sich Ende September zeigen, wie sich der Hamburger Senat und der Präsident der Hochschule angesichts von 282 Boykotteuren (ca.  40% der StudentInnen der HfbK) verhalten wird. Weitere Infos zum Boykott an der HfbK gibt es hier und hier im Boykott-Blog.

Im folgenden dokumentieren wir den Text der Pressemitteilung :

Pressemitteilung der Boykottgrupe an der Uni Hamburg zur aktuellen Situation und zum Boykott 2.0
Die kleine Anfrage der Abgeordneten Heike Opitz (GAL) bringt zum Vorschein: Studiengebühren verursachen Chaos. Sie müssen aus diesem und diversen anderen Gründen wieder abgeschafft werden. Mit der Durchführung eines erneuten Boykotts werden wir dazu beitragen.

6.078 von 29.935 Zahlungspflichtigen an der Universität Hamburg haben im Sommersemester 2007 auf das Boykottkonto eingezahlt. Das sind 20,3% – ein hervorragendes Ergebnis. 4.322 der vermeintlich Zahlungspflichtigen haben bis heute noch nicht gezahlt, 1.940 von diesen wurde die Exmatrikulation angedroht. Von 1.016 Widerspruchsverfahren wurden erst 89 bearbeitet, davon wurden 81 positiv beschieden. Zur Gesamtzahl an Anträgen auf Stundung oder Erlass als „Härtefälle“ werden keine Angaben gemacht. Hier wurden insgesamt 1.365 Anträge beschieden, davon 1.301 negativ. Zu diesen Zahlen erklärt Jonas Westphal von der Boykottgruppe an der Universität Hamburg: „Offensichtlich hat die Universität selber den Überblick über die laufenden Verfahren verloren. Es sind Fälle bekannt, in denen trotz laufender Befreiungsanträge Exmatrikulationsdrohungen versandt wurden, auf zahlreiche Anträge und Widersprüche wurde seitens der Universität überhaupt nicht reagiert. In einem Fall wurde die Exmatrikulation zwei Tage vor dem Ablehnungsbescheid des Befreiungsantrags verschickt – ein Bild des Chaos.“ Stefanie Streik ergänzt: „Wir fordern die umgehende Aussetzung der Gebührenerhebung und die Änderung des Hamburger Hochschulgesetzes. Bildung muss gebührenfrei bleiben.“

Die CDU-Fraktion mit ihrem Sprecher Wolfgang Beuß ist derweil zur altbekannten Sachzwang-Rethorik zurückgekehrt. Auf der Internetseite „Abgeordnetenwatch“ erläutert er: „Ich betone an dieser Stelle gerne noch einmal, dass ich aus heutiger Sicht keine Möglichkeit sehe, aus dem Haushalt der Hansestadt Hamburg Mittel zu entnehmen, die den Betrag kompensieren könnten, der durch die Einnahme von Studiengebühren zustande kommt.“ (http://www.abgeordnetenwatch.de/frage-373-7713–p466. html#frage70045) Dazu Hanno Willkomm, Mitglied der Boykottgruppe an der Uni Hamburg: „Herr Beuß offenbart hier, dass der CDU-Senat offensichtlich am Ende der politischen Handlungsfähigkeit angekommen ist. Wenn politische Entscheidungen, und eine solche ist die Einführung allgemeiner Studiengebühren, zwangsläufig getroffen werden und nicht aufgrund von politischen Abwägungen, dann kann diese Regierung das Regieren gleich bleiben lassen. Der Senat hat sich entschieden, ein elitäres Schwimmbad in der Außenalster zu bauen, er hat sich entschieden eine völlig überflüssige U-Bahnlinie U4 zu bauen usw. Und er hat sich ebenso für die Einführung allgemeiner Studiengebühren entschieden. Jetzt zu behaupten die Alternative wäre eine entsprechende Unterfinanzierung der Universität ist beschämend.“

Dass Studiengebühren nicht nur von den Studierenden sondern auch von Gewerkschaften, Politikern und Kulturschaffenden abgelehnt werden, zeigt der große Zuspruch, den die Boykottkampagne von verschiedener Seite erfährt. Siehe hierzu www.izshamburg.de/unterstuetzung.php

Auch aufgrund des großen Drucks, den die hamburgweite Boykottkampagne insbesondere durch den noch laufenden Boykott an der HfbK aufgebaut hat, sprach sich der SPD-Bürgermeisterkandidat Michael Naumann öffentlich für die Abschaffung der Studiengebühren und für die Verabschiedung eines „Sofortgesetzes“ zwecks Abwendung von Exmatrikulationen aus. „Wir begrüßen dieses Vorhaben und freuen uns schon jetzt auf die Verabschiedung des versprochenen Sofortgesetzes im März 2008“ erklärt Stefanie Streik.

Leider zeigt der von den Jusos dominierte AStA der Universität im Gegensatz zur „Mutterpartei“ ein kaum wahrnehmbares Engagement gegen Studiengebühren. Die Boykottkampagne wird durch den aktuellen AStA weder finanziell noch ideell unterstützt – das bedauern wir sehr. „Trotz der schwierigen Ausgangslage ohne Unterstützung des AStA sehen wir der Durchführung des Boykott2.0 mit entschlossenem Selbstvertrauen entgegen…“ , erklärt dazu Hanno Willkomm, „…Die mehreren tausend Leute die im vergangenen Semester einen Befreiungsantrag gestellt haben, der nun abgelehnt wurde, werden sich sicher unserem Boykott anschließen, und das Quorum kann somit leicht erreicht werden. Auch haben nun alle mitbekommen, dass niemand direkt am Tag nach Ablauf der Zahlungsfrist ‚per Mausklick’ exmatrikuliert wurde. Das gibt Sicherheit und fördert die Teilnahmebereitschaft.“

Der Boykott 2.0 startet am 1. Oktober mit dem offiziellen Beginn der Einzahlungsfrist. Der Stichtag ist der 14. Dezember.

Für Rückfragen steht Jonas Westphal unter 0160.99825839 zur Verfügung

Infoveranstaltung zum Boykott (Video zum Download)

23. Mai 2007 admin Keine Kommentare

–> zum Mitschnitt der Veranstaltung bei video.google.de (30 Min.)

Gestern nachmittag fand im Audimax die Informationsveranstaltung zum Gebührenboykott an der Uni Hamburg statt. Auf der Bühne saßen Martin Klingner (Experte für Zivilrecht und Kontoführer des Treuhandkontos), Joachim Schaller (Experte für Hochschulrecht) und die Vorsitzenden des "Vereins zur Förderung eines gebührenfreien Studiums an der Uni Hamburg e.V." Ina Herbik, Till Petersen und Philipp Poppitz.

Im ersten Teil der Veranstaltung wurde von Martin Klingner noch einmal kurz und bündig erläutert, wie der Ablauf des Boykotts aussieht und warum es sicher ist, sich daran zu beteiligen.

Joachim Schaller führte anschließend u.a. aus, wie die Handlungsspielräume der Universität bezüglich der Exmatrikulation von Studierenden aussehen und rief dazu auf, sich am Boykott als "Akt des zivilen Ungehorsams" zu beteiligen!

Till Petersen stellte dar, wie die Pläne für die Zeit nach Erreichen des Quorums aussehen und wie darauf hingewirkt werden soll, dass die Studiengebühren in der Hamburger Bürgerschaft erneut zur Debatte gestellt und wieder abgeschafft werden.

Anschließend gab es die Gelegenheit Fragen an die Podiumsgäste zu stellen.

Die Veranstaltung zeigte deutlich, dass es auch aus juristischer Sicht keine triftigen Gründe gibt, sich nicht am Boykott zu beteiligen!

Darum: Zahlt die 500€ auf das Treuhandkonto und nicht an die Uni! Überzeugt andere, es genauso zu tun! Lasst euch nicht einschüchtern!

Nur gemeinsam werden wir es schaffen, die Studiengebühren wieder abzuschaffen!

Es gibt zwei unterschiedlich lange Mitschnitte der Veranstaltung zum herunterladen.

– Einmal in voller Länge mit Nachfragen aus dem Publikum (~90 Min. / 145 MB).

– Und einmal nur die erste halbe Stunde mit den Eingangsstatements der Gäste (~30 Min. / 63 MB)

– Außerdem kann das Video online bei video.google.de angesehen werden.

Eröffnung der Martha-Muchow-Bibliothek am 31.01.2007 – 2 Videos

21. Februar 2007 admin Keine Kommentare

Am 31.01.2007 wurde die Martha-Muchow-Bibliothek eröffnet. Zu diesem Anlass sprach Frau Auweter-Kurtz ein kurzes Grußwort und Prof.Dr.Hannelore Faulstich-Wieland hielt einen Vortrag über das Leben und Werk Martha Muchows. Die beiden Vorträge könnt ihr euch unter den jeweiligen Links anschauen.
Zu Martha Muchow siehe auch
Aufsatz von Walter Thorun auf der Fachbereichs-Homepage
Wikipedia-Artikel

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