custom header picture

Aktueller Stand der Raumbesetzung

08. April 2008 admin Keine Kommentare

Am heutigen Dienstag wurde dem Raumplenum vom Dekanat der Fakultät ein Lösungsvorschlag unterbreitet, der nach längerer Diskussion angenommen wurde. Anschließend wurde die Vereinbarung verbindlich schriftlich festgehalten und vom Dekanat, einem Vertreter der Fachschaftsräte und dem Café Paranoia unterzeichnet.

Vereinbarung 08.04.08 Hierzu nehmen wir wie folgt Stellung:

Wir begrüßen den am Dienstag Nachmittag gefundenen Kompromiss hinsichtlich unserer Forderung nach einem größeren studentisch selbstverwalteten Raum.

Die uns vertraglich zugesicherte Perspektive, spätestens zum Wintersemester den 95m² großen Kellerraum mit eigenem Zugang unter der Theaterbühne beziehen zu können, bietet vielfältige neue Möglichkeiten, die vor der Besetzung noch nicht zur Diskussion standen.

Angesichts dieses Angebots haben wir akzeptiert, den Raum 09 wieder freizugeben und den Raum 213 als Übergangslösung im Sommersemester 2008 studentisch verwaltet zu nutzen.

Es hat sich gezeigt, dass die Maßnahme, den Raum 09 vorübergehend zu besetzen, sehr dazu beigetragen hat, eine schnelle Lösung in Kooperation mit dem Dekanat der Fakultät herbeizuführen. Durch die gemeinsame solidarische Aktion von mehreren Dutzend Studierenden, sowohl aus der Fakultät als auch darüber hinaus, konnte unsere Verhandlungsposition wesentlich gestärkt und eine Dynamik entwickelt werden, die eine gute und breite Basis für weiteres Engagement bietet. Hier hat sich deutlich gezeigt, dass gemeinsame, basisdemokratische Diskussionen und Entscheidungsfindungsprozesse notwendig sind und erfolgreich praktiziert werden können. Selbstverwaltete Freiräume sind hierfür zwingend notwendig und können gemeinsam errungen werden.

Presseecho:

Studentischer Freiraum im PI + Semestereingangs-VV

31. März 2008 admin Keine Kommentare

VV-Flyer - DownloadLiebe Kommiltonen und Kommilitoninnen,
Hoffentlich habt ihr die vorlesungsfreie Zeit gut überstanden und startet gut in das neue Semester! Es gibt Neuigkeiten in puncto selbstverwalteter studentischer Freiraum im PI. Wir sind unserem Ziel, weitere einladende studentische Aufenthaltsmöglichkeiten am Fachbereich zu schaffen, ein Stück näher gekommen.

Was bisher geschah
Das Café Paranoia befand sich früher in dem Gebäudeteil in dem heute die Martha-Muchow-Bibliothek zu finden ist und verfügte über einen ca. 100m² großen Raum in dem gemütlich diskutiert, ausgeruht, gelesen und sich unterhalten werden konnte. Nach der Renovierung musste das Paranoia in das PI (VMP8) umziehen und wurde dort vorläufig in seinen jetzigen Räumlichkeiten im Erdgeschoss eingerichtet. Obwohl ein größerer Raum zugesichert worden war, hat sich an dieser „Vorläufigkeit“ nichts geändert. Das Paranoia ist nach wie vor in einem nicht einmal 40 m² großen Raum untergebracht, dessen Größe in keinem Verhältnis zur Anzahl der Studierenden am Fachbereich steht.
Da dieser Zustand so nicht weiter hinzunehmen ist, haben die FSRe seit Mitte 2007 mehrere Anträge auf einen weiteren studentisch selbstverwalteten Raum in VMP8 an das Dekanat des Fachbereichs und die Raumausschüsse gestellt. Wir haben uns dabei im Besonderen um den Raum 09 bemüht, da sich dieser in unmittelbarer Nähe zum Paranoia, zum FSR-Raum und zum Studierendenzentrum befindet. Die Anträge wurden bisher jedoch nicht abschließend bearbeitet. (Sie können hier nachgelesen werden:

Der letzte Antrag wurde von uns am 27.02.08 in den Raumausschuss des Fachbereichs eingebracht und von den anderen Fachschaftsräten der Fakultät – FSR Sport, FSR Sonderpädagogik und FSR Psychologie – mit unterstützt. Am Donnerstag, dem 03.04.08, findet die nächste Sitzung des Raumausschusses statt, auf der (hoffentlich) abschließend über den Antrag entschieden wird.

Wie geht‘s weiter?
Wir sind davon überzeugt, dass Bildung mehr ist als sich in Seminaren über wissenschaftliche Theorien auseinanderzusetzen. Bildung beinhaltet auch, dass wir uns praktisch in demokratischen Strukturen bewegen, die wir selbst beeinflussen und mithilfe derer wir selbstverantwortlich konkrete Projekte realisieren können. Die Teilhabe und Teilnahme an demokratischen Meinungs- und Willensbildungsprozessen fällt nicht vom Himmel! Konkret heißt das: Wir brauchen einen angemessenen selbstverwalteten Raum, so wie es ihn auch an anderen Fachbereichen (siehe z.B die T-Stube im Pferdestall oder das Café Knallhart im Gebäude der Ex-HWP) gibt.
Die Erfahrung mit den Gremien der Universität lässt uns jedoch vermuten, dass das Angebot, das uns am 03.04.08 gemacht werden wird, nicht dem entspricht, was aus unserer Sicht geboten ist. Daher möchten wir gemeinsam am Montag, dem 07.04. um 12:00 Uhr auf einer Vollversammlung aller studentischen Mitglieder des Fachbereichs das Angebot des Ausschusses bewerten und über notwendige Konsequenzen beraten.
Um das deutlich zu machen: Auch eine Raumbesetzung ist eine Handlungsoption!

Kommt zur studentischen Vollversammlung am Montag, dem 07.04. um 12:00 in Raum 09!

Aufruf zur Bildungsdemo am 21.02.

14. Februar 2008 admin Keine Kommentare

Demo-PlakatAm 21.02. startet um 17:00 vom Dammtorbahnhof eine Demonstration durch die Innenstadt unter dem Motto „Gebührenfreie Bildung und eine erfreuliche Zukunft für Alle!“, mit der besonders vor dem Hintergrund der bevorstehenden Bürgerschaftswahlen das Thema Bildungspolitik in das Bewusstsein der Öffentlichkeit gebracht werden soll. (Aufruf und Plakat zur Demo als PDF)
Zu der Demo wird von einem breiten gesellschaftlichen Bündnis aufgerufen, das bisher aus folgenden Partnern besteht:

Auch die Fachschaftsräte Erziehungswissenschaft rufen zur Teilnahme an der Demo auf!
Kommt alle, verbreitet den Aufruf und den Termin und informiert euch und andere!

„Das Elb-PI“ – Der neue PI-Rat ist da!

04. Februar 2008 admin Keine Kommentare

PI-Rat Nr.4 - FrontCover Der neue 28-seitige PI-Rat* (Nr.4) ist seit letztem Donnerstag fertig. Er beinhaltet aktuelle Neuigkeiten, Texte zum neuen Bachelor-System, Neues zu STiNE, und vieles mehr. Ihr könnt euch euer Exemplar vom HoPo-Infotisch im PI-Foyer mitnehmen (aber beeilt euch, es wurden nur 100 Exemplare gedruckt 😉 oder als Pdf-Dokument downloaden.

Die älteren Ausgaben können über den Multimedia-Bereich der FSR-Homepage heruntergeladen werden.

Für die nächste Ausgabe rufen wir dazu auf, bis zum 10. April 2008 eure Ideen (gerne auch Bilder, Gedichte, Skizzen…) zum Thema „Ich wünsche mir eine Uni, die…“ an: Pirat-redaktion[at]gmx.de oder bringt eure Beiträge persönlich im FSR-Raum 018 vorbei.
Generell, thematisch unabhängig von unserem Aufruf, freuen wir uns immer über Artikel, Bilder… eure Ideen! Und über Interesse an Mitarbeit!

*Der PI-Rat (Politische Informationen von den FachschaftsRäten Erziehungswissenschaft) ist die studentische Zeitung des Fachbereichs Erziehungswissenschaft. Sie wird normalerweise einmal im Semester von den Fachschaftsräten herausgegeben und soll über aktuelle Themen informieren und diese kritisch hinterfragen.

Do. 31.01. – 18h – Streitgespräch zur Bürgerschaftswahl

29. Januar 2008 admin Keine Kommentare

UPDATE: Der Mitschnitt der kompletten Podiumsdiskussion ist jetzt auf video.google.de online (128 Min.)
Der Mitschnitt kann auch als Videodatei von der FSR-Homepage heruntergeladen werden (530MB, xvid, 128 Min.). >download< (Rechtsklick + „Ziel speichern unter“)


Plakat - Bildende Politik Am 31.Januar veranstalten die Fachschaftsräte Erziehungswissenschaft um 18h im Anna-Siemsen-Hörsaal (Von-Melle-Park 8) anlässlich der Bürgerschaftswahl in Hamburg eine Podiumsdiskussion zur Bildungs- und Hochschulpolitik.

Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Bildende Politik?“ und es werden verschiedene ParteienvertreterInnen anwesend sein:

  • Joachim Bischoff (LINKE),
  • Katharina Fegebank (GAL),
  • Philipp-Sebastian Kühn (SPD),
  • Sylvia Canel (FDP),
  • Wolfgang Beuß (CDU).
Wir halten es für wichtig, dass alle Mitglieder der Universität vertreten sind und würden uns daher sehr über euer zahlreiches Kommen freuen!
Auf eine interessante und gepfefferte Diskussion!

Vortrag – Antonio Gramsci, Paulo Freire and Radical Education

25. Januar 2008 admin Keine Kommentare

Am 23.01. hielten Dr. Carmel Borg und Prof. Dr. Peter Mayo von der Faculty of Education der Universität Malta am FB Erziehungswissenschaft einen Vortrag mit dem Thema „Antonio Gramsci, Paulo Freire and Radical Education“.
Der Mitschnitt (320x240px, 126MB) kann auf video.google.de online angeschaut oder auch über diesen Link (Rechtsklick, „Ziel speichern unter“) heruntergeladen werden.

Vorläufiges Ergebnis der Stupa-Wahl 2008

20. Januar 2008 admin Keine Kommentare

Am Freitag abend um 18 Uhr wurden die Urnen geschlossen und die Wahlen zum Studierendenparlament 2008 beendet. Am Samstag morgen gegen 3 Uhr stand das vorläufige Endergebnis fest. Dank des FSR Informatik könnt ihr euch hier die vorläufige Sitzverteilung anschauen. (–> PDF) Da es bei der Auszählung der Briefwahl-Stimmen zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist, die noch überprüft werden müssen, kann es noch zu Verschiebungen im Ergebnis kommen. Außerdem kann es natürlich noch angefochten werden…

Mensch darf gespannt sein, was für ein AStA sich in den nächsten Wochen konstituieren wird…

PI-Rat Nr. 4

15. Januar 2008 admin Keine Kommentare

PI-Rat Nr. 4

Erklärung der EXTRA-Boykottierenden

10. Januar 2008 admin Keine Kommentare

Heute abend wurde nach langen Diskussionen auf dem Treffen der EXTRA-Boykottierenden folgende Erklärung verabschiedet mit der ein weiteres Mal die Ablehnung von Studiengebühren deutlich gemacht wurde:

Für einen progressiven Wandel in Bildung und Gesellschaft!

Für eine gebührenfreie Bildung!

Wir sind Studierende der Universität Hamburg, die Studiengebühren grundsätzlich ablehnen und sie daher fortgesetzt boykottieren. Gemeinsam geben wir die folgende Erklärung ab:

Wider den marktorientierten Wandel! Für die Emanzipation!

Mit Einführung der Studiengebühren soll von ihren BefürworterInnen die neoliberale Neuausrichtung der Bildung auf der Ebene der Hochschulen durchgesetzt werden. Wissenschaftliche Bildung wird so zur Ware, jeder Anspruch auf Entfaltung der Persönlichkeit, jede Herausbildung kritischer Urteilsfähigkeit soll verhindert werden. Ein Studium dient nach diesem „Bildungsverständnis“ allein der Herstellung gewinnbringend verwertbarer Akademiker. Die Durchsetzung dieser reinen Marktorientierung würde jeden kritischen Gesellschaftsbezug aus der Wissenschaft tilgen. Das Ergebnis wäre damit eine erhebliche Senkung des wissenschaftlichen Niveaus. Die Einführung der Studiengebühren richtet sich gegen das Erfordernis und die Möglichkeit, tendenziell allen Menschen Bildung auf höchstem Niveau zu ermöglichen. Stattdessen steigern die Studiengebühren die undemokratische soziale Selektivität des Bildungswesens.

Die Gebühren sind politisch gescheitert!

Der Erfolg des Boykotts als Höhepunkt jahrelanger Proteste und Aufklärung gegen die Studiengebühren ist, dass die beabsichtigte neoliberale Umdeutung der Bildung und Wissenschaft nicht greift. Die Studierenden werden nicht unkritischer, sondern leisten Widerstand: für das aktuelle Semester konnte die massenhafte Befreiung von den Gebühren (11.000 Studierende plus 1.200 laufende Anträge) erkämpft werden, wurde in großer Zahl solidarisch boykottiert (4.600 Studierende), haben weitere 6.000 Kommilitonen zunächst nicht gezahlt. Das Ergebnis: Zum Zahltag hatten keine 16.000 der knapp 39.000 Studierenden der Universität Hamburg ihre Gebühren überwiesen. Demnach sind dies keine „allgemeinen“, sondern „Minderheitsgebühren“!
Die große Mehrheit der Studierenden steht den Gebühren kritisch gegenüber. 2005 stimmten in der mit 13.000 Studierenden beteiligungsreichsten Urabstimmung in der Geschichte der Universität Hamburg 95% für die Gebührenfreiheit. In der bundesweiten Studie „Gebührenkompass.de“ lehnten im Jahr 2007 mit 75% überdurchschnittlich viele Hamburger Uni-Studierende das Bezahlstudium grundsätzlich ab (bundesweit 60%). In der Gesamtbevölkerung ein ebenso eindeutiges Bild: Laut „Politbarometer“ lehnen 83% der Befragten generelle Studiengebühren ab (2005). Die Studiengebühren sind politisch gescheitert – sie erzielen nicht die beabsichtigte Wirkung und finden weder bei den Studierenden noch in der Bevölkerung Akzeptanz.

Exmatrikulation der Kritik?

Der Hamburger CDU-Senat und sein „Wissenschaftsmanager“ Dräger stemmen sich brachial gegen diese Tatsache. Entgegen der eigens geschaffenen gesetzlichen Grundlage haben sie die Hochschulen erneut angewiesen, alle zahlungssäumigen Studierenden im laufenden Semester zu exmatrikulieren. Die treu konservative Universitätspräsidentin Monika Auweter-Kurtz hat aktuell die Universitätsverwaltung veranlasst, nun 3.500 Studierenden schriftlich die Exmatrikulation anzudrohen, sollten sie nicht innerhalb von zwei Wochen zahlen. Diese Maßnahme ist politisch falsch, juristisch unrechtmäßig und umgehend rückgängig zu machen! Wir fordern die Universitätspräsidentin zum sofortigen Rücktritt auf! Auch für die Präsidentin gelten die Maßstäbe des Leitbildes der Universität („Ort lebenslangen Lernens für alle Menschen“, „demokratische Beteiligung“, „Willen zur Konfliktlösung“) und die wiederholt bekräftigten gebührenablehnenden Beschlüsse des Akademischen Senats. Wer stattdessen die Studierenden bekämpft, kann nicht Präsidentin der Universität sein.
(Hochschulfeind Dräger ist ohnehin überfällig.)
Die Steigerung der Zahl der mit einer solchen Exmatrikulationsdrohung angeschriebenen 1.939 Studierenden im letzten Semester auf nun 3.500 Personen verdeutlicht neu (erneut?): Kein Darlehensmodell und kein noch so umfangreicher Befreiungskatalog kann verhindern, dass Studiengebühren sozial selektiv wirken. Sie verstoßen damit offenkundig gegen das Grundgesetz, den UN-Pakt für wirtschaftliche, soziale und kulturelle Rechte (*s.u.) sowie gegen das ursprünglich gebührenermöglichende Urteil des Bundesverfassungsgerichts.

  • Wir fordern die sofortige Rücknahme aller Exmatrikulationsandrohungen und die umgehende und rückwirkende Abschaffung der Studiengebühren!
  • Bildung muss für alle – ob in Kita, Schule, Hochschule oder Erwachsenenbildung – gebührenfrei sein!
  • Die Gebührenfreiheit der Bildung ist für uns wesentlicher Schritt für die Durchsetzung ihrer emanzipatorischen Orientierung. Bildung muss „auf die volle Entfaltung der menschlichen Persönlichkeit und des Bewusstseins ihrer Würde gerichtet sein und die Achtung vor den Menschenrechten und Grundfreiheiten stärken.“ (*s.o.) Sie muss allen Menschen jederzeit ermöglichen, in kritischer Erkenntnis der Welt solidarisch die gemeinsamen Lebensbedingungen zu verbessern.

Wir führen unseren solidarischen Kampf fort!

Die Erklärung kann hier als PDF heruntergeladen werden: pdf

Volksinitiative erfolgreich: 15.550 mal „Ja!“ zur Gemeinschaftsschule

08. Januar 2008 admin Keine Kommentare

Volksinitiative fordert Moratorium für Zwei-Säulen-Modell

Hamburg, 07.01.2008Die erste Hürde der Volksgesetzgebung für eine Schule für alle ist überwunden: 15.550 (*) Hamburgerinnen und Hamburger haben unterschrieben. „Wir freuen uns sehr über den Erfolg! In nur acht Wochen, bei nasskaltem Wetter, trotz einer starken Gegenoffensive der CDU und behindert durch die Behörde für Bildung und Sport war die Volksinitiative letztlich erfolgreich!“ kommentiert die Sprecherin der Volksinitiative, Karen Medrow-Struß, das Ergebnis. Gesetzlich vorgeschrieben ist, dass sich die Bürgerschaft nun mit der Volksinitiative ´Eine Schule für alle´ offiziell befassen muss.

„Wir fordern ein sofortiges Moratorium für das Zwei-Säulen-Modell bis nach der Wahl – die konkreten Planungen zur Umsetzung des Zwei-Säulen-Modells müssen gestoppt werden, bis die neu gewählte Bürgerschaft über die Volksinitiative entschieden hat. Wir erwarten, dass die Regierung die vielen Stimmen, die wir heute im Rathaus abgegeben haben, nicht ignoriert, sondern dass sie sorgfältig prüft, wie sie dem Bürgervotum Rechnung tragen kann,“ so Medrow-Struß.

Bereits für den Herbst ist die zweite Phase der Volksgesetzgebung geplant. Medrow-Struß: „Wir sind bereit für den nächsten Schritt, das Volksbegehren im September. Wir sind nun sicher, dass wir die dann erforderlichen Unterschriften der fünf Prozent der Wahlberechtigten innerhalb von drei Wochen zusammen bekommen.“

Klaus Bullan, Sprecher der Volksinitiative und Vorsitzender der GEW Hamburg: „Der Senat hat das Zwei-Säulen-Modell quasi am grünen Tisch entwickelt und will es nun hastig und ohne Beteiligung der Betroffenen von einer eigens eingesetzten Behördenkommission umsetzen lassen. Es zeichnet sich ab, dass die CDU das Votum der HamburgerInnen erst gar nicht abwarten will. Es sollte ihr klar sein, dass eine so grundlegende Schulreform nur mit Zustimmung der Bevölkerung gelingen kann.“ Die Volksinitiative setze auf Beteiligung und habe die HamburgerInnen in einer beispiellosen Aufklärungs- und Informationskampagne, zahllosen Gesprächen auf den Straßen aller Stadtteile sowie bei vielen Diskussionsveranstaltungen über die Gemeinschaftsschule informiert.

Simon Völcker, Sprecher der Volksinitiative und Vorsitzender der SchülerInnenkammer: „Endlich ist eine breite Debatte in der Stadt über längeres gemeinsames Lernen in Gang gekommen. Die Resonanz zeigt uns, dass wir viele Menschen mit guten Argumenten und mit ernsthaftem Verständnis für ihre Bedenken überzeugen können.“

Die Volksinitiative ´Eine Schule für alle´ wird unterem anderem unterstützt von der Elternkammer, dem Elternverein, der SchülerInnenkammer, die Lehrerkammer, der GAL-Bürgerschaftsfraktion, SPD-MandatsträgerInnen, dem DGB, dem Kinderschutzbund, die Partei DIE LINKE, der Erziehungswissenschaftlichen Fakultät der Universität Hamburg sowie zahlreichen Einzelpersonen aus Wissenschaft, Politik und Praxis.

Zahlreiche UnterstützerInnen hatten die Unterschriften vor den Fußballspielen des FC St. Pauli, auf Wochenmärkten, in den Stadtteilen, auf Diskussionsveranstaltungen von Initiativen und Parteien, an der Uni und vor Schulen gesammelt. Die SprecherInnen der Volksinitiative kündigten an, die BewerberInnen um ein Mandat in der Bürgerschaft mit der Frage zu konfrontieren, wie sie zu längerem gemeinsamem Lernen, zu einer Schule für alle und der Bedeutung der Volksgesetzgebung für die Demokratie in Hamburg stehen: „Eine Schule für alle bleibt ein Wahlkampfthema!“

Rückfragen bitte an Karen Medrow per mail karen.medrow@freenet.de oder mobil 0171-1744654

(*) Achtung: Die Zahl der Unterschriften weicht von der im beim Pressegespräch verteilten Text genannten (15.342) ab. Die hier genannte (15.550) ist die aktuelle „richtige“ Zahl.

Pressekontakt zu dieser Meldung

Ilona Wilhelm
Pressesprecherin der GEW
Landesverband Hamburg
Tel: +49 (0)40 414633 – 27
Fax: +49 (0)40 440877
E-Mail: presse@gew-hamburg.de

Seite 24 von 28